Methoden

Systemische Therapie

betrachtet den Menschen immer in Zusammenhang seiner Beziehungen, Lebensumstände und inneren Muster. Gemeinsam schauen wir auf Wechselwirkungen, Ressourcen und mögliche neue Perspektiven. Ziel ist es, festgefahrene Denk- und Verhaltensweisen zu erkennen und neue, hilfreiche Lösungen zu entwickeln.

Wissenschaftlich belegt und anerkannt
Die Systemische Therapie stellt ein gut erforschtes Psychotherapieverfahren dar. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat ihre Wirksamkeit offiziell bestätigt. Zudem ist sie vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als sogenanntes Richtlinienverfahren zugelassen. Die Wirksamkeit bei einer Vielzahl von psychischen Belastungen – wie Ängsten, Depressionen oder Belastungsstörungen – ist durch zahlreiche klinische Studien unabhängig und eindeutig nachgewiesen (evidenzbasiert).

So arbeite ich mit Ihnen:

  • Ressourcenorientiert: Wir suchen nicht primär nach Defiziten, sondern aktivieren die Stärken und Fähigkeiten, die Sie bereits in sich tragen.

  • Lösungsorientiert: Der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt und der Frage, wie Sie spürbare, positive Veränderungen für Ihre Zukunft erzielen können.

  • Auf Augenhöhe: Sie sind die Expertin oder der Experte für Ihr Leben – ich begleite Sie mit wirksamen Methoden, und neuen Perspektiven.

Systemische Paartherapie & Paarberatung

Beziehungen sind lebendige Systeme. Wenn es kriselt, liegt das selten an einer Person allein – meist liegt es an den Mustern, Kreisläufen und der Dynamik, die sich im Laufe der Zeit zwischen den Partnern eingespielt haben.

Wann ist eine Paartherapie sinnvoll?

  • In der Sackgasse: Wenn Gespräche immer im selben Streit enden oder Sie sich nur noch anschweigen.

  • Nach Vertrauensbrüchen: Wenn Außenbeziehungen, Affären oder Verletzungen das Fundament erschüttert haben.

  • Bei Umbrüchen: Wenn neue Lebensphasen (Elternschaft, Auszug der Kinder, Jobwechsel) die Dynamik belasten.

  • Zur Klärung: Wenn die Frage im Raum steht, ob und wie eine gemeinsame Zukunft noch möglich ist.

    So arbeite ich mit Ihnen:

  • Allparteilichkeit

  • Muster unterbrechen: Wir schauen uns die unbewussten Teufelskreise an („Weil du dich zurückziehst, meckere ich – weil du meckerst, ziehe ich mich zurück“) und brechen diese aktiv auf.

  • Stärken reaktivieren: Wir suchen nach den Ressourcen und der Verbindung, die Sie einmal zusammengeführt haben, um neue Wege für Intimität und Kommunikation zu ebnen.

EMDR Therapie
(Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

Manchmal hinterlassen schwierige, stressige oder tief verletzende Lebenserfahrungen Spuren, die uns auch Jahre später nicht loslassen. Sie fühlen sich im Alltag blockiert, reagieren in bestimmten Situationen unerwartet heftig oder spüren eine dauerhafte innere Anspannung?

Wenn Erlebtes vom Gehirn nicht vollständig verarbeitet werden kann, bleibt es oft wie ein "Fremdkörper" im Nervensystem stecken. Hier kann EMDR eine hocheffektive Brücke zur Heilung sein.

Was ist EMDR?

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf Deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen). Es ist eine weltweit wissenschaftlich anerkannte und hocheffiziente Methode der Psychotherapie. Ursprünglich für die Behandlung von Traumata entwickelt, wird EMDR heute sehr erfolgreich bei einer Vielzahl von psychischen Blockaden eingesetzt.

Wie wirkt EMDR? (Der „Sortiereffekt“)

Im gesunden Zustand verarbeitet unser Gehirn Erlebnisse im Schlaf (während der REM-Phasen mit schnellen Augenbewegungen) und sortiert sie im Langzeitgedächtnis ein. Bei starkem Stress oder Traumata funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig – die Erinnerung wird mitsamt den damaligen Gefühlen, Bildern und körperlichen Reaktionen ungefiltert abgespeichert.

Durch die gezielte, bilaterale Stimulation (meist durch geführte, schnelle Augenbewegungen oder sanftes Tippen auf den Handrücken) stoßen wir im geschützten Rahmen der Therapie diesen natürlichen Sortierprozess nachträglich wieder an. Das Gehirn bekommt die Chance, das Erlebte neu zu bewerten und emotional zu entlasten. Die Erinnerung bleibt, aber die quälende emotionale Ladung schwindet.

Wann ist EMDR sinnvoll?

EMDR eignet sich hervorragend für Einzelpersonen bei folgenden Themen:

  • Nach traumatischen Erlebnissen: Unfälle, schwere Krankheiten, Überfälle oder Verluste.

  • Bei tiefsitzenden Ängsten: Phobien, Panikattacken oder ausgeprägte Versagensängste.

  • Bei anhaltenden Belastungen: Wiederkehrende, belastende Erinnerungen oder chronischer Stress.

  • Bei emotionalen Blockaden: Trauerprozesse, Selbstwertzweifel oder Beziehungsblockaden, die sich rational nicht lösen lassen.